Jagdtrophäen

Aufsetzen eines Geweihes mittels Gehörnsäge

 

Jäger erinnern sich noch nach vielen Jahren bei der Ansicht einer Jagdtrophäe an das damit verbundene schöne Jagderlebnis. Doch bevor es soweit ist gilt es das Gehörn aufzusetzen. Der Vorgang gliedert sich in die Bereiche: Abschlagen, Abkochen, Bleichen und das eigentliche Aufsetzen. Zu Beginn wird die Decke vom Haupt ab geschärft und danach der Unterkieferknochen freigelegt und von Schädel ausgelöst. Danach wird der Oberkiefer vom Schädel „abgeschlagen“, d.h. in den allermeisten Fällen mittels einer Gehörnsäge abgesägt. Je nach Geschmack kann dabei durch Einstellung der Gehörnsäge mit langer oder kurzer Nase der Oberkiefer vom Rehschädel abgesägt werden. Die Gehörnsäge besteht aus einer Gehörnhalterung sowie der Säge mit Handgriff und Sägeblatt.

 

Abschlagen des Rehgeweihes mittels Gehörnsäge

 

Der Rehschädel wird in der Gehörnhalterung arretiert und der Oberkiefer mit Gehörn mittels Gehörnsäge, welche in einer Führung läuft, abgesägt. Wenn Sie am Ende an der Nase angekommen sind, ist es wichtig etwas den Druck von der Gehörnsäge zu nehmen, um die empfindliche Nase beim Verhaken der Säge nicht abzureisen. Eine Beschädigung der Nase kann durch ein scharfes Sägeblatt verhindert werden und die gesamte Arbeit geht deutlich leichter von der Hand. Gerade im oberen Teil des Schädels mit seiner dickeren Knochenstruktur macht sich ein scharfes Sägeblatt bezahlt.

 

Abkochen mittels Abkochvorrichtung oder Gehörnhalterung

 

Auf keinen Fall sollten Sie den Rehschädel inklusive des Geweihes dem kochenden Wasser aussetzen, um zu vermeiden, dass die typische Färbung des Geweihes verloren geht. Bewährt hat sich eine Abkochvorrichtung, welche so eingestellt wird, dass das kochende Wasser nur die Stirnzapfen oder Rosenstöcke erreicht, jedoch nicht das eigentliche Geweih. Seit Jahren hat sich die WEGU Abkochvorrichtung bewährt, welche einfach an den Rand des Topfes befestigt wird. Mittels mehrerer Scharniere und Schrauben kann individuell die Eintauchtiefe des Gehörnes eingestellt werden.

Bleichen der Rehwildtrophähe mittels Trophäenbleiche oder Blitz-Bleichpaste

 

Die Trophäenbleiche oder Blitz-Bleichpaste basiert auf Wasserstoffperoxid und führt zu einer schönen weißen Färbung des Schädels. Verstärkt wird die Wirkung, wenn man die Trophäe dem Sonnenlicht aussetzt. Um Verletzungen beim Bleichen zu vermeiden, sollte auf jeden Fall Schutzhandschuhe getragen werden. Der Unterkiefer des Rehwildes oder Rotwildes sollte nicht gebleicht werden, um die typische Zahnfärbung nicht zu verändern und als Folge die Altersschätzung nicht zu erschweren.

 

Aufsetzen auf ein Gehörnbrett

 

Vor dem Aufsetzen des Rehbockes oder Hirsches kann bei Bedarf die Unterseite des Schädels noch einmal mit einem Bandschleifer plan geschliffen werden, damit die Trophäe später schön eben auf dem Gehörnbrett aufliegt. Die Auswahl des Gehörnbrettes ist Geschmackssache. Gehörnbretter werden hell gebeizt oder dunkel gebeizt angeboten, es gibt sie schlicht oder mit Schnitzereien sowie mit oder ohne Ausfräsung für die Aufbewahrung der Unterkiefer. Zu empfehlen ist ein Gehörnbrett mit Gehörnklammer. Durch die Verwendung der Gehörnklammer entfällt das Aufkleben oder das Durchschrauben auf dem Gehörnbrett. Bewährt haben sich dabei die Gehörnklammern von WEGU.

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